Franz Marc – Die Künstlerbiographie

Franz Marc – Tiere als Gegenwelt der Menschen

Geboren wurde Franz Marc 1880 in München als Sohn einer kunstinteressierten Akademikerfamilie, die nur dem Namen nach katholisch, tatsächlich aber tief evangelisch geprägt war. Für Marc war der Kontakt mit französischen Malstilen des Postimpressionismus, die dann in den Expressionismus einmündeten, prägend.

Nachdem er sich auf Reisen darum stark mit französischer Malerei seiner Zeit beschäftigt hatte, war er ab 1904 als Maler im eigenen Atelier selbständig. Bereits 1916 fiel er als Kriegsfreiwilliger und deutscher Reserveoffizier im Alter von nur 36 Jahren in der Schlacht von Verdun, in jenem Land, das ihn neben seiner Heimat Deutschland geprägt hatte und das er schätzte. Dazwischen schuf er ein unruhiges Werk, das bei seinem Tod noch nicht vollendet war. Den Krieg hatte er selbst als Möglichkeit einer europaweiten Reinigung durch Zerstörung bürgerlicher Enge bejaht, ein Widerspruch zu seiner Welt- und Menschenliebe, der sich nur schwer auflösen lässt.

Hier finden Sie Bilder von Franz Marc: http://www.dieleinwand.de/leinwandbilder/Franz-Marc/

Franz Marc gilt heute als einer der bedeutendsten Maler des späten deutschen Kaiserreichs und des zwanzigsten Jahrhunderts. Sein Werk entstammt kunstgeschichtlich dem Expressionismus, zu dessen bekanntesten deutschen Vertretern er gezählt wird. Nach dem er mit verschiedenen Stilen experimentiert hatte, entwickelte er über die Darstellung von Tieren, die für ihn eine harmonische und der düsteren Welt der Menschen entgegengesetzte Weltsicht erlaubten, zunehmend einen Malstil der Abstraktion, der jedoch stets noch die zugrundeliegenden Motive – meist eben Tiere – erkennen lässt.

Als Tipp zur Raumdeko: Tolle Leinwandbilder, z.B. auch in intensiven Blautönen, kann man im eigenen Wunschformat unter http://www.druckaufleinwand.org/page/search/tags/blau fertigen lassen.

Seine Bilder erzielen mittlerweile auf dem Kunstmarkt Millionenerlöse, im Dritten Reich waren sie jedoch noch als „Entartete Kunst“ klassifiziert und aus Museen und Sammlungen zwangsweise entfernt worden. Ironischerweise gehörte aber auch Hermann Göring zu den Bewunderern seiner Bilder, mehrere Werke wurden für dessen Privatsammlung beschlagnahmt und gingen in den Kriegswirren verloren. Das bekannteste unter ihnen ist der „Turm der blauen Pferde“, das 1913 kurz vor Ausbruch des ersten Weltkrieges gemalt worden war, und Franz Marc auf der Höhe seiner Schaffenskunst zeigte.

Es gibt heute auch ein eigenes Museum zu Ehren des Künstlers: http://www.franz-marc-museum.de

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