Belichten oder drucken lassen?

Für Fotografen ist der Unterschied klar, was es bedeutet, ein Foto drucken zu lassen oder beichten zu lassen. Leute, die nicht professionell mit Fotografie zu tun haben, fragen mich aber immer wieder, warm ihre Fotos zuhause an der Wand zu schnell verblassen und am Ende nur noch blass-rot sind, anstelle von bunt und kontrastreich. Das liegt natürlich daran, liebe Freunde, dass ihr eure Fotos habt ausdrucken lassen oder selbst zuhause ausgedruckt habt. Euer Foto besteht also aus einem mit Tinte bedruckten Papier. Diese Tinte verblasst mit der Zeit, wenn sie Licht ausgesetzt ist. Und das geht sogar recht schnell. Bereits nach wenigen Monaten ist das Bild dann schon verblasst und seltsam rotstichig. Je länger das Bild hängt, desto schlimmer wird es. Am Ende ist es, nach maximal 2 Jahren, kaum noch sichtbar.

Die Belichtung ist ein völlig anderes Verfahren! Dabei wird Fotopapier belichtet, d.h. das Fotopapier hat eine lichtempfindliche Oberfläche, die sich bei der Belichtung von einem Negativ verfärbt. Die Lichtempfindlichen Oberflächenpartikel des Fotopapiers entwickelt sich also bei der Dunkelkammerbelichtung zu einem Bild. Nach diesem Verfahren ist das Bild dann fix. Es ist also keine Tinte aufgedruckt, die mit der zeit verblasst, sondern das Fotopapier ist in sich durch die Entwicklung verfärbt und verblasst nicht. Deshalb empfehle ich euch, eure Fotos immer von Fotolabors echt belichten bzw entwickeln zu lassen und nicht einfach auszudrucken.

Wo man Fotos natürlich nicht entwickeln lassen kann, sondern immer aufdrucken lassen muss, ist z.B. die Anwendung auf Tassen/Keramik, oder wenn man Shirts oder Pullover bedrucken lässt (Infos unter http://www.pulloverbedrucken.org/). Auch Fotobücher und viele andere Fotoprodukte sind Druckwerke und nicht entwickelt worden. Die reine Entwicklung funktioniert also nur bei Papier-Abzügen (auch größerformatig).

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